Eröffnungsperformance

Göksu Kunak
Don’t Let Them Shoot the Kite

26. Apr. - 20. Juli 2025

Göksu Kunak trägt ein Teil einer Autokorresorie vor sich auf einer nebligen Bühne. Kunak trägt ein elgantes, Lederkleid und spitze Schuhe.
Göksu Kunak, INNOCENCE, 2024, Koproduktion Göksu Kunak mit Sophiensæle und DE SINGEL Antwerpen, courtesy of the Artist, Foto: Joseph Kadow

Mit Don't Let Them Shoot the Kite zeigt Göksu Kunak eine performative Intervention zwischen dem Öffentlichen Raum, der Fassadeninstallation und dem Innenraum der Kestner Gesellschaft. Kunaks Performance setzt sich mit der Diaspora aus der Türkei in Hannover auseinander und greift auf Elemente aus Sound, urbaner Bewegung und Symbolik zurück, um gesellschaftliche Strukturen der Anpassung, Kontrolle und Sichtbarkeit zu reflektieren.

In der direkten Nachbarschaft der Kestner Gesellschaft finden sich zahlreiche türkische Gemeindezentren, Geschäfte und Treffpunkte, die zum Ausgangspunkt einer Untersuchung von Zugehörigkeit, Migration und sozialer Gemeinschaft im Stadtraum werden. Kunak beschäftigt sich mit Zeitpolitik, hybriden Textformen und der performativen Gestaltung zeitgenössischer Lebensstile, die sich zwischen kulturellen Zuschreibungen und individueller Handlungsmacht bewegen. Der Ausstellungstitel verweist auf das gleichnamige Filmdrama Don't Let Them Shoot the Kite (Uçurtmayı Vurmasınlar, 1989) und die Novelle (1986) von Feride Çiçekoğlu.

Zur Eröffnung am 25. April 2025 präsentiert Göksu Kunak um 20 Uhr die neue und ortsspezifische Performance Don’t Let Them Shoot the Kite.

Gemeinsam mit der Sängerin Saadet Türköz und Saz-Musiker:innen des Vereins Can Arkadaş entsteht eine futuristische Welt, in der Tradition und Subkultur aufeinandertreffen.

Die Performance beginnt mit einer Einführung durch Göksu Kunak auf dem Goseriedeplatz vor der Kestner Gesellschaft. Diese setzt sich mit der historischen Aufladung von Migration, dem gegenwärtigen politischen Spannungsfeld sowie der Beziehung Europas zum sogenannten „Nahen Osten“ auseinander. Die Themen umfassen sozio-politische Aspekte wie Selbstorientalisierung, individuelle Prägungen und binär-heteronormative Denkweisen.

Kurator: Alexander Wilmschen
Assistenzkuratorin: Emilia Radmacher


Besuchen Sie uns

Goseriede 11, 30159 Hannover

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