Ausstellung

Helen Cammock

27. Feb. - 22. Mai 2022

Che Si Può Fare Performance, Collezione Maramotti, Reggio Emilia, Italien, Oktober 2019
Che Si Può Fare Performance, Collezione Maramotti, Reggio Emilia, Italien, Oktober 2019, Courtesy the artist

Die Künstlerin Helen Cammock (1970 in Staffordshire, UK) erzählt marginaliserte Geschichten und gibt ungehörten Protagonist*innen eine Stimme. Ihren Arbeiten geht ein tiefgreifender künstlerischer Forschungsprozess voraus, der die komplexen historischen Narrative dieser Geschichten untersucht und auf unterschiedliche Weise in Film, Fotografie, Text, Druckgraphik, Performance und Song reflektiert. Ihre Werke verweben oftmals verschiedene Perspektiven mit ihrer eigenen, auch mit ihrer eigenen Stimme. Die fragmentarischen und mitunter diskursiven Erzählungen machen deutlich, dass Geschichte für Cammock niemals abgeschlossen ist, sondern immer Grundvoraussetzung für – und daher Teil – unserer Gegenwart.

Im Film The Long Note (2018), eine ihrer jüngsten Arbeiten, thematisiert sie beispielsweise die Rolle der Frauen in der nordirischen Bürgerrechtsbewegung der 1960er-Jahre. Historische Aufnahmen stehen neben vielen persönlichen Berichten und erzeugen so eine Plattform für eine multiperspektivische Sicht auf die lokalen Ereignisse, die zugleich in einem globalen Zusammenhang stehen. Die Vielstimmigkeit zeichnet auch den „Film Che Si Può Fare" (2019) aus. Darin beschäftigt sich Helen Cammock mit dem Klagelied, eine Gattung, die seit dem 17. Jahrhundert in Italien vorkommt. Die Künstlerin interessiert sich insbesondere für das Klagelied von Frauen, die Verlust, Sehnsucht, Resilienz und Widerstand thematisieren.

Zu ihren jüngsten Ausstellungen gehören: Wysing Arts Centre, Cambridge, Großbritannien (2020); Collezione Maramotti, Reggio Emilia, Italien (2020); Whitechapel Gallery, London, Großbritannien (2019); Turner Contemporary, Margate, Großbritannien (2019); VOID, Derry, Nordirland; The Irish Museum of Modern Art, Dublin, Irland (2019); und Cubitt, London (2017). Ihre Arbeiten wurden in vielen Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem im Kunsthaus Bregenz; Hamburger Kunsthalle, Hamburg; Somerset House, London; Hollybush Gardens, London, und Firstsite, Colchester, Großbritannien. Cammock erhielt 2019 den Turner Prize, gemeinsam mit drei weiteren Preisträger*innen, und 2018 den 7. Max-Mara-Kunstpreis für Frauen


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