Vortrag Do 23. Juli 2026, 19 Uhr

Über Wasser Bleiben

Performance Talk von Farzane Vaziritabar und Dr. Reinhard Spieler

Farzane Vaziritabar, Foto / photo: Gabriele Engelhardt

Wie halten sich Künstler:innen über Wasser? Der Performance Talk Über Wasser Bleiben öffnet einen gemeinsamen Raum des Sprechens, Reagierens sowie Denkens. Er nimmt die Geschichte der Kestner Gesellschaft als ehemaliges Schwimmbad zum Ausgangspunkt, um über die Bedingungen künstlerischer Existenz heute nachzudenken. Das sprichwörtliche „Über-Wasser-bleiben“ wird dabei zur Metapher für Sichtbarkeit, Kontinuität und das Bemühen, als Künstler:in unter den heutigen Bedingungen bestehen zu können.
Die Arbeit entfaltet sich als performative Gesprächssituation zwischen der Künstlerin Farzane Vaziritabar und dem Direktor des Sprengel Museum Hannover, Dr. Reinhard Spieler, durch Sprache, Körper und aufblasbare Rettungsringe, die ineinander greifen. Im Verlauf verschränken sich Gespräch, Schreiben und körperliche Präsenz zu einer situativen Praxis. Teilnehmer:innen sind eingeladen, Gedanken und kurze Notizen direkt auf die Rettungsringe zu schreiben, wodurch sie sich zu einer kollektiven Oberfläche von Stimmen und Reaktionen verdichten.

Dauer: ca. 60–90 Minuten, abhängig von der Beteiligung
Über Wasser Bleiben ist Teil des Projekts Colorful Threads, das mit dem Kunstpreis Hannes Malte Mahler – it is art® ausgezeichnet wurde.

Farzane Vaziritabar (geb. 1987 in Yazd, Iran) studierte Malerei in Yazd, Bildhauerei in Teheran sowie Kunstwissenschaft im Master. 2021 absolvierte sie das Masterprogramm „Public Art and New Artistic Strategies“ an der Bauhaus-Universität Weimar. Seitdem lebt und arbeitet sie in Deutschland als interdisziplinäre Künstlerin in Medien wie Zeichnung, Installation, Skulptur, Performance und Video. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit narrativen Strukturen, Identität und Geschlecht sowie persönlichen und gemeinsamen Erfahrungen. Dabei verbindet sie oft subtile Ironie mit einem kritischen Blick auf die Gesellschaft und arbeitet häufig partizipativ im öffentlichen Raum. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im ZKM Karlsruhe, im Sprengel Museum Hannover, im National Roman Museum – Palazzo Altemps in Rom sowie im European Cartoon Center in Belgien gezeigt. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien.


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