Veranstaltung Sa 17. Juli 2021, 19.30 Uhr: Vortrag, 21 Uhr: Sound-Installation

Diamanda Galás | Broken Gargoyles

@Nikolaikapelle

Foto: Austin Young

Programm

18 – 19.30 Uhr: Freier Eintritt in die Ausstellungen der Kestner Gesellschaft

19:30 Uhr: Vortrag zu Diamanda Galás von der Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Dr. Julia Meier in der Kestner Gesellschaft. Bitte melden Sie sich zum Vortrag an unter: kestner@kestnergesellschaft.de oder Tel. 0511-70 1200.

21:00 Uhr: Start der Sound-Installation in der Nikolaikapelle, der besonderen Ort auf dem Goseriedeplatz vor der Kestner Gesellschaft.

ca. 21:45 Uhr: Die 25-minütige Sound-Installation wird wiederholt.

Kühle Getränke gibt es an der Bar.

Für die neue Sound-Installation „Broken Gargoyles“ arbeitete die US-amerikanische Sängerin, Komponistin und Pianistin Diamanda Galás mit dem Künstler und Sounddesigner Daniel Neumann zusammen, wobei beide sich Pandemie-bedingt in Isolation befanden.

Basierend auf zwei Gedichten des deutschen Lyrikers Georg Heym – „Das Fieberspital“ und „Die Dämonen der Stadt“ – die er 1911 verfasste, setzt sich die Arbeit aus natürlichen, sowie stark bearbeiteten Stimmen, manipuliertem Piano und anderen unterschiedlichen Tonquellen zusammen. Zudem werden Teile ihres 2020 erschienenen Albums „De-Formation – Piano Variations. A Work For Solo Piano“, einem reinen Pianostück hinzugenommen, sowie Ausschnitte von Versen aus „Das Fieberspital“ gesprochen von dem Künstler Robert Knoke.

Die Sound-Installation wird nun in der Ruine der ca. 1250 erbauten Nikolaikapelle präsentiert, die außerhalb der damaligen Stadtmauer gelegen als Quarantäneort der im Mittelalter an Pest und Lepra erkrankten diente.

Diamanda Galás (geb. in San Diego, USA) ist eine Ausnahmeerscheinung der internationalen Musik und Performance Szene. Die „Callas der Avantgarde“ wurde mit ihrem Werkzyklus Plague Mass, die den Opfern der AIDS Epidemie gewidmet ist, berühmt. Diese wurde 1990 in der Cathedral of St. John the Divine in New York City, uraufgeführt. Weite politisch aufgeladenen Werke sind u. a. „Vena Cava“, „Schrei 27“, „De-Formation“ sowie „Defixiones, Will and Testament“. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Performance, Schrei-Oper, Blues, Jazz und Rembetiko. Ihr Medium ist ihre viereinhalb Oktaven umfassende Stimme, der Einsatz von Electronic und virtuosem Klavierspiel. Mit Regisseuren wie Oliver Stone, Clive Barker oder Francis Ford Coppola, hat sie an Soundtracks gearbeitet. Sie war Artist in Residence in der legendären The Kitchen, New York sowie beim DAAD in Berlin. Ihre zahlreichen Kompositionen wurden auf Mute Records und Intravenal Sound Operations veröffentlicht.

Diamanda Galás wird aufgrund von Corona nicht anwesend sein.


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Goseriede 11, 30159 Hannover
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