Veranstaltung Do 30. Juni 2022, 18.30 Uhr

Artist Talk

mit Nikita Kadan

Nikita Kadan, Nikita Kadan

Im Mittelpunkt des Werks von Nikita Kadan steht die künstlerische Auseinandersetzung mit postkommunistischen sozialen und politischen Entwicklungen und deren Ursprüngen und Ursachen im sowjetischen System. Kadan fertigt Zeichnungen, Gemälde und Fotografien, aber auch Objekte, Skulpturen und Installationen. Der Künstler ist ein sensibler und kritischer Beobachter und Interpret historischer Umbrüche sowie deren Zusammenhänge mit der kommunistischen Vergangenheit und der turbokapitalistischen Gegenwart. In seinen Ausstellungen thematisiert der Künstler die Sichtbarkeit und Funktion der künstlerischen Avantgarde in der Ukraine innerhalb des zeitgenössischen Neoliberalismus, der im Konflikt mit Russland von einer auf militärische Ziele ausgerichteten Politik und einer Ideologie der Entsolidarisierung des gesellschaftlichen Gefüges geprägt ist.

Nikita Kadan wurde 1982 in Kiew geboren. Seit 2004 ist er Mitglied der Künstlergruppe R.E.P. (Revolutionary Experimental Space) und seit 2008 Mitbegründer und Mitglied der kuratorischen Gruppe HUDRADA. Kadan studierte bis 2007 an der Nationalen Akademie der Bildenden Künste in Kiew in der Klasse für monumentale Malerei. Das künstlerische Repertoire des ukrainischen Künstlers erstreckt sich von Installation, über Grafik und Malerei hin zu Wand- und Plakatgestaltung im öffentlichen Raum. So vielfältig wie die Medien sind auch die interdisziplinären Kooperationen, die er mit ArchitektInnen, MenschenrechtsaktivistInnen und SoziologInnen eingeht Er hat an zahlreichen Biennalen teilgenommen, u. a. 2015 und 2017 in Venedig, Istanbul, Kiew und Busan. Er wurde 2011 mit dem PinchukArtCentre-Preis und 2014 mit dem Special Prize of the Jury of The Future Generation Art ausgezeichnet. Zuletzt erhielt er den Taras-Schewtschenko-Preis. Kadans Kunstwerke wurden von Museumssammlungen erworben: Pinakothek der Moderne in München (Deutschland), MUMOK Museum für zeitgenössische Kunst in Wien (Österreich), MuHKa Museum für zeitgenössische Kunst in Antwerpen (Belgien), Museum für moderne Kunst in Warschau (Polen), Militärhistorisches Museum in Dresden (Deutschland), Nationales Kunstmuseum der Ukraine (Ukraine).


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