Veranstaltung Di 17. Jan. 2023, 17.00 Uhr

Wutgespräch

mit Ciani-Sophia Hoeder und Lucila Pacheco Dehne

Ciani-Sophia Hoeder, 2020, Foto: © Megan Vada Hoeder

Wutgespräch mit Ciani-Sophia Hoeder und Lucila Pacheco Dehne
moderiert von Alexander Wilmschen

Ciani-Sophia Hoeder, Autorin des Buches Wut & Böse (2021), spricht im Rahmen der Ausstellung To All My Roaring Bodies, The Seeds And The Mountains mit Lucila Pacheco Dehne über das Thema Wut, welchen Einfluss wütende Frauen auf die Popkultur, Geschichte und das Essen haben. Die beiden diskutieren, wie die Küche und das Kochen Wut verbreiten kann, wie aus dem Kleinen heraus soziokulturell Großes bewirkt werden kann. Lucila Pacheco Dehne reflektiert aus ihrer bildhauerischen Praxis, wie Kunst die Wut aufnimmt und sie als widerstände Kraft und Aufforderung zum kollektiven Handeln einsetzt.

Ciani-Sophia Hoeder ist freie Journalistin, "SZ Magazin"-Kolumnistin sowie Gründerin und Geschäftsführerin von "RosaMag", dem ersten Online-Lifestylemagazin für Schwarze Frauen FLINTA* (Frauen, Lesben, Inter, Nicht-Binär und agender) in Deutschland. Sie studierte Politik und Journalismus in Berlin und London und berichtet über alltäglichen und institutionellen Rassismus, das Dasein als Millennial, intersektionalen Feminismus und Popkultur. Mit dem "RosaMag" war sie 2020 für den Grimme Online Award nominiert. Im Herbst 2021 erschien bei hanser blau ihr Debütbuch – “Wut & Böse.”

In ihrem Buch Wut & Böse (2021) beschäftigt sich Ciani-Sophia Hoeder mit Frauen, die ihrer Wut freien Lauf lassen und sich damit schnell einen schlechten Ruf einhandeln. Sie nimmt an, dass diese Wut eine mächtige Waffe gegen persönliche und politische Unterdrückung sein kann. Ciani-Sophia Hoeder fragt kritisch nach: Wie haben wütende Frauen Geschichte und Popkultur geprägt? Welchen Einfluss haben die Erziehung von Mädchen und der abfällige Umgang mit Sorgearbeit auf die seelische Gesundheit von Frauen? Und wie wird aus Wut Mut zur Veränderung?

Lucila Pacheco Dehne (*1994 in Berlin) ist Künstlerin, lebt und arbeitet in Hannover. Sie studierte von 2015 bis 2021 Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. In ihrer Ausstellung To All My Roaring Bodies, The Seeds And The Mountains untersucht Pacheco Dehne das Potenzial des Kochens als Kulturpraxis, die in ihrem Innersten eine widerständige und wütende Kraft verbirgt. Sie eröffnet einen Dialog darüber, wie das gemeinsame Kochen und Essen neue Identitäten entstehen lässt, sich feministische Wut die Kulturtechnik zunutze macht und die Küche als Widerstandszelle ihre Kraft in die Welt verteilt.


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