Kestner Cinémathèque

In der Kestner Cinémathèque zeigen wir permanent ein kuratiertes Filmprogramm.

Foto: Nick Willing

Zu den Ausstellungen Paula Rego. There and Back Again und Paula Rego. Theatrum Mundi, präsentiert die Kestner Cinémathèque den bahnbrechenden Dokumentarfilm Paula Rego. Secrets and Stories, unter der Regie von Regos Sohn, dem Filmemacher Nick Willing.

Paula Rego: Secrets & Stories (2017)

30. Okt. 2022 – 29. Jan. 2023
Spielzeiten: Di. und Mi. 11.30, 13.30, 15.30 Uhr / Do. 11.30, 13.30, 15.30, 17.30 Uhr
Fr. – So. 11.30, 13.30, 15.30 Uhr

Nick Willing
Paula Rego: Secrets & Stories
United Kingdom, 2017, 90 min

Der Dokumentarfilm gibt einen Einblick in das Leben und die Arbeit der berühmten Malerin Paula Rego unter der Regie ihres Sohnes, des Filmemachers Nick Willing. Die notorisch verschlossene und zurückhaltende Rego öffnet sich zum ersten Mal und überrascht ihren Sohn mit Geheimnissen und Geschichten aus ihrem einzigartigen Leben, in dem sie gegen Faschismus, eine frauenfeindliche Kunstwelt und Depressionen kämpfte.

„Dieser zutiefst intime Film spannt einen Bogen über das Leben und die Kunst der in Portugal geborenen Künstlerin, deren Werk in einer Reihe mit Lucien Freud, Frank Auerbach und David Hockney steht.“ (The Guardian)

Nick Willing hat eine vielfältige Filmografie. Obwohl er vor allem für seine beliebten Fantasy-Fernsehserien bekannt ist, hat er auch Drehbücher geschrieben und Regie bei Kinofilmen, Thrillern und sozialrealistischen Dramen geführt, bevor er sich in letzter Zeit auf Dokumentarfilme konzentrierte. Der gemeinsame Nenner ist das innovative Erzählen von Geschichten.

In den letzten zwei Jahren hat er seine Erfahrung als Drehbuchautor von fiktionalen Filmen genutzt, um Tatsachenberichte zu erzählen. In “Secrets & Stories“ hat Nick ein Jahr lang seine Mutter, die Malerin Paula Rego, interviewt und gefilmt, um sie und ihre Arbeit besser zu verstehen. Er entdeckte, dass sie ihm große Geheimnisse über ihr Leben verschwiegen hatte, Geheimnisse, die einen großen Teil ihres und seines Lebens erklärten. Diese Erfahrung war so ergreifend, dass sie Nicks Interesse an der intimen und aufschlussreichen Kraft des Dokumentarfilms enorm verstärkte. Der Film gewann sowohl den Grierson Award als auch den Preis der Royal Television Society für das beste Kunstprogramm und ermutigte ihn, in diesem Medium zu bleiben, um “Unstoppable, Sean Scully & The Art of Everything“ zu drehen, einen ebenso aufschlussreichen Film über den unverblümten abstrakten Maler.

Interessanterweise haben Nicks Erfahrungen im Bereich des Dramas ihm bei der Arbeit an Tatsachenfilmen geholfen. Vor allem, wenn es darum geht, Aussagen von ausweichenden und schwierigen Personen zu entlocken - eine Fähigkeit, die er sich beim Regieführen von Schauspielern angeeignet hat. Und seine langjährigen Erfahrungen als Drehbuchautor, in denen er an Geschichten gefeilt hat, haben sich direkt auf die erzählerischen Herausforderungen des Dokumentarfilms übertragen. Sein Ziel ist es, kraftvolle, aufschlussreiche und unterhaltsame Filme zu produzieren, die unter die Haut ihrer Protagonisten gehen, um nicht nur zu zeigen, wie sie ticken, sondern auch, wie ihre Welt funktioniert.

Im Erdgeschoss befindet sich die Kestner Cinémathèque. Parallel zu den Ausstellungen werden dort verschiedene Kurzfilme gezeigt, die von den Künstler*innen ausgewählt wurden, die gleichzeitig mit Ausstellungen präsentiert werden. Ein von der Künstlerin Jongsuk Yoon konzipierter Vorhang leitet die Besucher*innen in die Welt des Kinos.


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